Express, Düsseldorf, 08.März 2002

Künstlerin Claudia Rogge - immer wieder hat sie durch ihre spektakulären Arbeiten Stress mit dem Düsseldorfer Ordnungsamt bekommen.

Das Video einer Geburt, projiziert auf den Schlossturm, Schweineköpfe im Container vor dem Carschhaus, Obdachlose in einem Glashaus auf der Kö - eins war immer garantiert: "Guten Tag, Frau Rogge. Bauen sie das bitte ab!"
Das wird den Behörden in Zukunft ein wenig schwer fallen. Frau Rogge kann jetzt nämlich ganz schnell auf- und wieder abtauchen, und sie macht es hinter Glas: "Mein Kunstraum ist einLKW. Die Bühne die Straße." Die Oberkasslerin hat einen sechs Meter langen 7,5 Tonner komplett verglasen lassen. Rogge. "Für diese Idee habe ich den Kurt Eisner Kulturpreis der Stadt München bekommen. Und das Geld habe ich in dieses Auto gesteckt." Unterstützung gab´s übrings auch vom hiesigen Kulturamt. Gestern stellt Rogge ihren Glas-LKW vor und verriet: Ab dem 2.April werde ich damit eine Kunstreise durch Deutschland und die angrenzenden Nachbarländer unternehmen. Die Menschen müssen nicht mehr zu der Kunst kommen, ich komme mit der Kunst zu ihnen.