Rheinische Post 26.11.2010
Ein Gipfeltreffen der Kunst_Ladies
(abo) „Die Quadriennale ist weiblich.“ Das flüsterte Angela Eckert-Schweizer, Geschäftsführerin des noch bis Januar laufenden Kunstmarathons, den 35 Art Ladys ein, die sich im Atelier der gastgebenden Fotokünstlerin Claudia Rogge zu einem festlichen Diner eingefunden hatten. „Einerseits ja, andererseits nein“, konterte Katharina Sieverding, die neben Katharina Grosse als einzige Künstlerin in einer Einzelausstellung gezeigt wird. Mut machende Zahlen brachte Eckert-Schweizer dann doch mit ins Spiel: Nur zwei von zehn ausstellenden Häusern seinen in Düsseldorf unter männlicher Führung, drei von vier Partnerinstituten der Quadriennale in weiblicher Hand.

„Die Männer werden schon unruhig“, hieß es – von diebischem Grinsen garniert. Mit eingeladen hatte Astrid Elbers, die zunehmend Freude am weiblichen Netzwerk findet. „Nur gemeinsam sind wir stark“, rief die Juristin in die Runde und lobte die Power der versammelten Damen aus Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur. Schon vor dem eigentlichen Candlelight-Diner an einer fein gedeckten, langen Tafel tauschten die Direktorin des neuen Hyatt Regency Hotels, Monique Dekke, und Schauspielerin Jenny Jürgens Neuigkeiten unter Wärmepilzen aus, wie auch Christine Uecker, Carmen Knoebel, Petra Wenzel, Gymnasialdirektorin Renate Glenz, Edda Maugsch vom Kinderhospiz Regenbogenland, KIT-Chefin Gertrud Peters, Joan Müller, Leiterin des Kunstvereines, Martina Waetermans von der Kulturstiftung der Stadtsparkasse, Claudia Hornemann, scheidende Fundraising-Expertin der NRW-Sammlung, Kunstsammlerin Monika Schnetkamp, Sabine Langen-Crasemann, Vorsitzende der Langen-Foundation, Beate Düsterberg-Eissing von der apetito AG und Tanja Vogt von Vodafone. Wie bei Herrenrunden üblich gab es auch einen Diner-Speak: Moderatorin Alex Iwan stellte der Bildhauerin und frischgebackenen Akademieprofessorin Katharina Grosse sachkundige Fragen, die sich auf deren wundervolle Außenarbeit „Ellipse“ an der Johanneskirche beziehen. Sehr sympathisch kam das rüber. Großen Anklang fand auch das Essen, das inmitten des alten Farbrikgemäuers vor gigantischen Spiegeln und unter Kronleuchtern serviert wurde. „Catering´s best“ – ein Service des Interconti, gab buchstäblich sein Bestes: Garnele, mit Ente gefüllte Poulardenbrust und zum Abschluss Süßes aus der Kollektion von Olga Knoebel. Der festliche Abend war ganz in Lila getaucht, das ist die Quadriennalenfarbe – ob das die Köche auch bedachten, als sie für den Kartoffelsalat die köstliche violette Sorte nahmen?